Wide Dynamic Range (WDR) im Fokus

03 Nov 2020

Uri Guterman, Head of Product & Marketing bei Hanwha Techwin Europe, zeigt auf, wie moderne Wide Dynamic Range-Technologie (WDR) einen wesentlichen Beitrag zur Effektivität von Videoüberwachungssystemen leistet.


 

Die Bildqualität der neuesten Generation von IP-Netzwerk-Videoüberwachungs-HD-Kameras wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Allerdings können schwierige Lichtverhältnisse im Sichtfeld einer Kamera die Bilder erheblich beeinträchtigen. Einzelne Bildbereiche können unter-, andere wiederum überbelichtet sein. Dieses Szenario ist typisch beispielsweise für Empfangsbereiche in Büros oder Ladenfronten, wo das einfallende Sonnenlicht in seiner Intensität stark von der Innenbeleuchtung abweicht. Dieser Unterschied im Beleuchtungsniveau wird als “Dynamic Range” (Deutsch: Dynamikbereich) bezeichnet.

Je größer der Dynamikbereich, desto größer ist die Herausforderung für eine Kamera, klare Bilder aus dem Inneren des Gebäudes und von eintretenden Personen aufzunehmen. Ohne WDR-Funktion können unter- und überbelichtete Bereiche zum Beispiel eine Produktionshalle als dunkel erscheinen oder den Eingangsbereich zu hell erscheinen lassen. Somit wäre die Kamera nicht in der Lage, verwertbare Bilder von Personen aufzunehmen, die das Gebäude betreten.

Aus diesem Grund ist die WDR-Funktion heute Bestandteil fast aller professionellen Videoüberwachungskameras.  Sie gleicht Beleuchtungsunterschiede aus, wobei dies auf zwei verschiedene Arten geschehen kann. Die erste besteht darin, einzelne Pixel aus einem Bild zu entnehmen und dann mit mathematischen Algorithmen zu berechnen, wie die Farbe in einzelnen Bildbereichen sein sollte.

Die zweite, exaktere Methode besteht darin, in kurzer Zeit mehr als eine Version eines Bildes mit jeweils unterschiedlichen Belichtungsniveaus zu erstellen. In aller Regel nutzen Kameras mit WDR dazu je ein unterbelichtetes und ein überbelichtetes Bild derselben Szene, um ein optimiertes Bild zu erzeugen.

Eine weiterentwickelte Form des WDR, die in Wisenet X 2-Megapixel-Kameras integriert ist, hat diese zweite Methode optimiert. Sie verwendet vier Aufnahmen, um eine natürliche Bildqualität mit bis zu 150dB und 30 Bildern pro Sekunde zu erzeugen. Sie beinhaltet zudem eine innovative Technologie zur Beseitigung von Unschärfen, die beim herkömmlichen WDR auftreten können. Möglich ist dies durch eine höhere Rechenleistung des Chipsatzes, der das Herzstück der Wisenet X-Kameramodelle bildet.

Wisenet7 WDR

Wisenet7 WDR 

Mit der kürzlichen Einführung des von Hanwha Techwins entwickelten Wisenet7-Chipsatzes hat der WDR ein neues Level erreicht. Wisenet7 ist mit “extremeWDR” ausgestattet, der neuesten Multi-Frame-WDR-Technologie von Hanwha Techwin, die detaillierte Objekte auch in Umgebungen mit starkem Gegenlicht erkennbar macht. “extremeWDR” nutzt eine Reihe neuer Technologien, darunter lokale Kontrastverbesserung durch die “Hochrechnung” benachbarter Pixeldaten und die Szenenanalyse, die den Gesamtton eines Bildes verfeinert.

Zwar gibt es weitere wichtige Merkmale einer Kamera, doch der Einfluss des WDR auf die Gesamtleistung ist nicht zu unterschätzen. Jede Form von WDR bringt dabei einen positiven Effekt. Doch gerade, wenn Sie den Einsatz von Kameras bei schwierigen Lichtverhältnissen planen, ist es wichtig, sich die verschiedenen Lösungen genau anzusehen. Gerne bieten wir Ihnen eine Produktdemonstration an, die Sie überzeugen wird.

Haben Sie Fragen zum WDR? Schreiben Sie Uri Guterman unter [email protected]

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