DSGVO-Blogbeitrag

04 Jun 2019

Uri Guterman, Head of Product & Marketing bei Hanwha Techwin Europe, erklärt, wie Systemintegratoren durch die De-Identifikation von Videoaufzeichnungen ihren Endkunden bei der Einhaltung der DSGVO-Verordnung helfen können.   

 

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Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) veranlasste seit ihrem Inkrafttreten vor fast einem Jahr Unternehmen und Organisationen in allen Marktsektoren zu überdenken, wie sie kundenbezogene Daten aufzeichnen, speichern und schützen. Dies ist vielleicht nicht überraschend, da ein schwerwiegender Verstoß gegen die DSGVO zu einer Geldstrafe in Höhe des jeweils höheren Werts von bis zu 4 % des Jahresumsatzes eines Unternehmens bzw. 20 Millionen Euro bedeuten könnte. Zusätzlich könnte eine Verletzung der DSGVO eine Sammelklage bzw. eine Zivilklage gegen Einzelpersonen zur Folge haben.

Hanwha Techwin fragte kürzlich seine Country Manager in Europa, welche Auswirkungen die DSGVO-Verordnung auf den Umgang mit Videoüberwachungsanlagen hat. Insbesondere wollten wir wissen, welche der folgenden Aspekte der Aufzeichnung und Speicherung von Video Endanwendern die meisten Sorgen hinsichtlich der Erfüllung der Verordnung bereiten.

  • Recht auf Auskunft
  • Begrenzung der Aufbewahrungsdauer
  • De-Identifikation
  • Datensicherheit / Passwortprotokolle
  • Firmware-Verschlüsselung
  • Übertragungsprotokolle

 

Trotz der kulturell unterschiedlichen Einstellung zu DSGVO in Europa kristallisierte sich das Thema De-Identifikation hinsichtlich seiner Wichtigkeit klar heraus. Denn die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt fest, dass alle Personen, die von einem Videoüberwachungssystem gefilmt wurden, das Recht auf eine Kopie der über sie erfassten persönlichen Daten haben. Jedoch muss die Identität der anderen Personen, die in den Videoaufzeichnungen erscheinen könnten, geschützt werden.

Das Recht auf Auskunft zu erfüllen, mag einigen Anlagenbesitzern Umstände bereiten. Aber letztendlich ist es nicht schwer. Hersteller wie Hanwha Techwin bieten Netzwerkrekorder und Videomanagementsoftware (VMS) mit umfangreichen Suchoptionen, damit Anwender spezifische Videoaufzeichnungen schnell finden können. Dazu zählen Stichwort-, Kalender- und Zeitintervall-Suchfunktionen sowie Optionen zur Gesichtserkennung.

Noch vor kurzem schienen der Schutz von Daten und die De-Identifikation von allen Personen in einem Videoclip, außer der Person, die Zugriff auf ihre persönlichen Daten im Videomaterial gefordert hat, viel komplexer. Doch Not macht erfinderisch und neu entwickelte Videomaskierungssoftware bietet eine höchst effektive Methode für das Bearbeiten von Gesichtern in Videos zur Erfüllung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Da nun einige Softwareentwicklungsunternehmen Videomaskierungslösungen anbieten, empfiehlt es sich, zu überprüfen, dass Ihre bevorzugte Wahl nicht den Missbrauch bzw. die Manipulation von exportiertem, bearbeitetem Video ermöglicht. Um dies zu vermeiden, sollte die Videomaskierungslösung Passwortschutz, die Begrenzung der Anzahl der Ansichten und der Zugriffszeit sowie, falls nötig, eine Option zur automatischen Löschung umfassen. Bei einigen Videomaskierungsprogrammen kann die exportierte Videodatei mit einem benutzerdefinierten Wasserzeichen versehen werden und für den zusätzlichen Schutz der Privatsphäre einer Person können Audiotracks leicht entfernt werden.

Die über Hanwha Techwin erhältliche S-COP-Anwendung bietet zusätzlich die Digital Rights Management Technologie (DRM), mit der ein bearbeitetes Video so verschlüsselt werden kann, dass nur berechtigte Personen es sich anschauen können. DRM-verschlüsselte Videos können nur über eine spezielle, passwortgeschützte Videoplayer-Software betrachtet werden. Im Gegensatz zu AVI-Dateien, die über einen PC mit Windows Media Player von allen eingesehen werden können.

Zukünftig werden erweiterte Gesichtserkennung und Gesichtserkennungssoftware mit der sich bereits abzeichnenden Deep Learning Technologie zweifellos viele leistungsstarke Hilfsmittel für die Erfüllung der DSGVO-Verordnung bereitstellen und gleichzeitig Datenschutzfragen sowie potenzielle Konflikte mit der Verordnung durch den Einsatz von Gesichtserkennung für Sicherheits- und Geschäftsintelligenzzwecke lösen.  Bis dahin bietet Videomaskierungssoftware eine bereits verfügbare, leicht anwendbare und kostengünstige Option.

 

Möchten Sie wissen, wie sich die DSGVO-Verordnung auf Videoüberwachungsanlagen auswirkt? Senden Sie eine E-Mail an Uri Guterman unter [email protected]

 

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